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88% der Angebote enthalten keine Nachtragsregelung

Wir haben 7.810 echte Bau- und Renovierungsangebote analysiert. Der konfliktträchtigste Punkt — wie Mehrarbeit bepreist und genehmigt wird — fehlte in 88 von 100. Und das ist nicht der einzige strukturelle blinde Fleck.

Die folgenden Zahlen stammen aus unserer eigenen anonymisierten Analyse von 6.704 Angeboten mit lesbarem Bedingungsteil. Sie zeigen, wie oft eine wesentliche Klausel fehlt. Es geht um Struktur und Vollständigkeit — nicht um Preisniveaus — und es wird nie ein einzelnes Angebot, Unternehmen oder ein Betrag gezeigt.

Geld & Umfang

88%

fehlt in 88% der Angebote

Nachtrags-/Mehrarbeitsregelung

Wie Mehrarbeit bepreist und genehmigt wird — Hauptquelle von Streit.

37%

fehlt in 37% der Angebote

Explizite Ausschlussliste

Ohne "nicht enthalten"-Liste ist die Leistungsgrenze vage.

44%

fehlt in 44% der Angebote

"Bauseits zu stellen"-Abschnitt

Strom, Wasser, Zugang: was Sie selbst organisieren müssen.

24%

fehlt in 24% der Angebote

Zahlungsplan nach Baufortschritt

Wie die Zahlung dem Fortschritt folgt.

13%

fehlt in 13% der Angebote

Zahlungsbedingungen

Wann und wie Sie zahlen.

Risiko & Haftung

25%

fehlt in 25% der Angebote

Haftungsklausel

Wofür der Auftragnehmer (nicht) haftet.

29%

fehlt in 29% der Angebote

Bauleistungsversicherung

Wer das Werk während der Bauzeit versichert.

28%

fehlt in 28% der Angebote

Umwelt-/Asbestausschluss

Reales Kostenrisiko bei älteren Gebäuden.

30%

fehlt in 30% der Angebote

Genehmigungszuständigkeit

Wer beantragt und wer die Gebühren trägt.

16%

fehlt in 16% der Angebote

Geltende AGB

Welche Bedingungen den Vertrag bestimmen.

Prozess & Zeitplan

27%

fehlt in 27% der Angebote

Beginn erst nach schriftlichem Auftrag

Schützt beide Seiten.

18%

fehlt in 18% der Angebote

Gültigkeitsdauer

Wie lange das Angebot gilt.

32%

fehlt in 32% der Angebote

Eigentum an Zeichnungen/Entwürfen

Relevant bei Wechsel des Auftragnehmers.

Was Ihnen das sagt

Die Basis stimmt meist — Zahlung, Gültigkeit, Bedingungen. Es scheitert an den Punkten, die erst während oder nach der Arbeit Geld kosten: Nachtragsregelung, Ausschlussliste und Eigenleistungen. Genau diese Lücken deckt eine gute Angebotsprüfung vor der Unterschrift auf.

Eigenes Angebot prüfen lassen →

Das Korpus besteht überwiegend aus Angeboten an gewerbliche Auftraggeber; da wir das Vorhandensein von Klauseln messen (Struktur, kein Preis), ist das Muster breit erkennbar, auch wenn ein Angebot an Privatkunden abweichen kann.

Quelle: eigene anonymisierte Analyse von 6.704 Bau- und Renovierungsangeboten (von insgesamt 7.810), Stand Q3 2026. Ausschließlich aggregierte Häufigkeiten; keine einzelnen Angebote, Unternehmen oder Beträge. Klausel-Vollständigkeit ist strukturell und nicht an ein Land oder eine Währung gebunden.